#Self-care im Arbeitsalltag – Teil 1

Ein langer Arbeitstag, kombiniert mit der Mentalität „höher, schneller, weiter“ stresst uns zunehmend, und hat zur Folge, dass auch für Familie, Freunde und Freizeit wenig Zeit übrigbleibt. Wird die Freizeit dann auch noch mit einem hohem Stresslevel verbracht, ist von Erholung keine Spur mehr. Die Work-Life-Balance gerät völlig aus dem Gleichgewicht.


Volkskrankheit Burnout?

Überarbeitung ist schon lange kein Phänomen mehr des gehobenen Managements. Ein übertriebener beruflicher Einsatz ist inzwischen auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Burnout kann in jedem Beruf, in jeder Branche und in jedem Alter auftreten.
Menschen versuchen durch immer mehr Leistung in immer kürzerer Zeit Ziele zu erreichen: Das Auto soll schneller, das Haus größer und die Yacht teurer sein als bei anderen. Diese Unzufriedenheit treibt uns zielstrebig in Richtung Burnout.

Ein Burnout kommt nicht über Nacht. Es handelt sich vielmehr um einen schleichenden Prozess. Immer öfter ertappt man sich beim Gedanken „Mir wird alles zu viel“, und trotzdem macht man weiter. Andere arbeiten in einem toxischen Arbeitsumfeld. Anstatt etwas an der Situation zu ändern, beißt man die Zähne zusammen und versucht durchzuhalten. Jeder Tag wird mühsamer und trotzdem macht man weiter. Für einen Außenstehenden sind die Probleme oft auf den ersten Blick ersichtlich, nicht aber für die Person, die sich im Hamsterrad befindet.

Die eigenen hohen Erwartungen setzen uns unter enormen Druck. Im Beruf kommen dann oft noch die hohen Erwartungen des Arbeitgebers, der Kunden und Kollegen hinzu. Manchmal erscheint der einzige Ausweg darin zu liegen, noch mehr und noch härter zu arbeiten…und schon befindet man sich im Hamsterrad!

Dem Hamster gefällt ja vielleicht sein Rad, aber wenn du den Spaß an der Arbeit verlierst, solltest du dein Stresslevel reduzieren. Vereinfacht gesagt, musst du dir überlegen, was im beruflichen oder privaten Umfeld bei dir Stress verursacht. Diese Dinge sollten dann gezielt analysiert und nach Möglichkeit geändert werden, umso mehr Wohlbefinden zu erlangen. Laut verschiedenen Studien ist die Gruppe zwischen 35 und 40 Jahren am meisten betroffen. Leider zeigen die Studien auch, dass auch Berufseinsteigern immer mehr betroffen sind. Der große Wunsch gerade am Anfang beruflich Fuß zu fassen und das Gefühl als Neuling mehr leisten zu müssen überfordert viele.

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert.

 

Bilder: Mond, Frau, Hamster;
Quelle: hier, hier und hier;