Teil 5: Weltfrauentag - und die Zukunft?

Weltfrauentag - starke Frauen

 

Was muss passieren, um Berufe geschlechtsneutraler zu betrachten?

Wie wir sehen, es gibt diese Frauen, die sich nicht darum kümmerten, ob sie einen typischen Männerberuf erlernen wollten. Eines haben alle gemeinsam: sie müssen die „extra mile“ gehen, um ihr Wissen zu beweisen. Immer einen Schritt mehr um das gleiche wie ein Mann zu erreichen. Taylor Swift bringt dazu passend das neue Lied „the Man“ auf den Markt: „I'm so sick of running, As fast as I can, Wondering if I'd get there quicker, If I was a man, And I'm so sick of them…“ (in Deutsch: „Ich habe keine Lust mehr, so schnell wie möglich zu rennen. Und mich zu fragen, ob ich schneller ankommen würde, wäre ich ein Mann. Und ich habe keine Lust mehr darauf, dass sie mich immer wieder angreifen...)

 

Arbeitgeber beklagen den Fachkräftemangel, wobei sie viel mehr Auswahl hätten, würden mehr Frauen typische Männerberufe erlernen. Also was muss passieren, um eine langfristige Lösung zu finden?

  • Die wichtigste Person, die etwas ändern kann: DU SELBST! Stehe zu deinem Berufswunsch. Du bevorzugst ein Handwerk gegenüber einem Bürojob? Mach die Lehre! Du benötigst körperliche Kraft für deinen Berufswunsch! Stärke deinen Körper! Du benötigst Fachwissen in einem spezifischen Bereich? Lerne und zeige was du kannst!
  • Arbeitgeber und Kollegen sollten dafür sorgen, dass Sexismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Sprüche klopfen nützt keinem etwas, schon gar nicht, wenn sie unter der Gürtellinie sind. Außerdem sollte u.a. Franziskas Rat in die Tat umgesetzt werden. Julianes Beispiel zeigt, männliche Förderer haben keine Angst vor weiblicher Konkurrenz.
  • In Deutschland gibt es seit über 10 Jahren die sogenannte „Girls Days“ oder „Boys Days“. Mädchen und Jungs erhalten gezielt die Möglichkeit Berufe kennenzulernen, welche (noch) typisch für das andere Geschlecht sind. In Südtirol gab es den ersten Girls‘ Day als Pilotprojekt in Brixen im April 2008. Ein paar Jahre später verliefen sich die Spuren im Sand. Schade! Leider konnte ich keine aktuellen Informationen mehr erhalten!
  • Das persönliche Umfeld! Die Eltern wollen das Beste für das eigene Kind, das ist auch verständlich. Das Beste ist aber auch manchmal etwas Untypisches. Vielleicht bevorzugt es deine Tochter sich die Hände mit Motoröl dreckig zu machen, anstatt im Büro die Rechnungen und Lieferscheine zu kontrollieren?
  • Mit dem persönlichen Umfeld hängt auch die Erziehung zusammen. Weshalb wird dem Mädchen eine Puppenküche geschenkt und dem Jungen ein Legobaukasten, weshalb nicht umgekehrt?
  • Mut zeigen! Sei es von Seiten der Arbeitgeber, dem persönlichen Umfeld und dem zukünftigen Arbeitnehmer: Es ist wichtig, dass alle genügend Selbstsicherheit zeigen, ganz nach dem Wahlspruch des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten Barack Obama: „Yes, we can!“

Schlussendlich sollte der Berufswunsch nicht vom Geschlecht abhängen, sondern von den eigenen Fähigkeiten und Interessen! Am 8. März ist der internationale „Weltfrauentag“. Erstmals fand er im Jahr 1911 statt. Wie viele Jahre benötigen wir noch, damit es keine Besonderheit mehr ist, wenn Eva, Franziska, Annemarie oder Juliane ihren Beruf/Hobby ausüben möchten?

 

 Hier zu Teil 4: Juliane, die Powerfrau! 

 

Foto: springende FrauMädchen;
Textquelle: hier, hier, hier, hier und hier;

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